Grußwort des Bundesministers für Gesundheit

DB BMG PRESSEFOTOS 2018 044 PRINT 300PPI ADOBERGB 2Vom Kind bis zum Erwachsenen – für die meisten steht die „112“ für Hilfe in der Not. Jeden kann es treffen, jeder von uns kann in eine akute Notlage geraten. Wie gut, dass es dann Rettungskräfte gibt, die schnell vor Ort sind und helfen. 50.000 Menschen arbeiten hierzulande im Rettungsdienst – Helden des Alltags. Bundesweit gehen jeden Werktag rund 35.000 rettungsdienstliche Hilfeersuchen in den Rettungsleitstellen ein. Häufig geht es dabei um eine lebensbedrohliche Situation, in der umgehende und qualifizierte Hilfe wichtig sind.

In ihrem beruflichen Alltag stehen die Einsatzkräfte unter großer Verantwortung und oft enormem Zeitdruck. Hier müssen wir für eine angemessene Entlastung sorgen, beispielsweise dadurch, dass die Zahl der Bagatelleinsätze geringer wird. Darüber hinaus wollen wir in der ambulanten Notfallversorgung die strukturelle Situation verbessern, indem die beteiligten Bereiche stärker verzahnt werden und damit künftig mehr miteinander als nebeneinander arbeiten. So sollen die Landeskrankenhausgesellschaften und die Kassenärztlichen Vereinigungen gemeinsam für die Sicherstellung der Notfallversorgung und deren Finanzierung sorgen sowie gemeinsame Notfallleitstellen und integrierte Notfallzentren aufbauen. Bund und Länder müssen sich dazu intensiv miteinander austauschen, denn für eine flächendeckende Einführung gemeinsamer Notfallleitstellen brauchen wir die Zustimmung der Länder, weil sie für die Organisation und Durchführung des Rettungsdienstes zuständig sind.

Notfallsanitäterinnen und -sanitäter haben einen wesentlichen Anteil an der qualifizierten notfallmedizinischen Versorgung der Menschen in Deutschland. Dementsprechend wichtig ist eine moderne und attraktive Ausbildung, die wir mit dem Notfallsanitätergesetz geschaffen haben. Während der gesamten dreijährigen Ausbildungszeit gibt es eine Ausbildungsvergütung, und es wird kein Schulgeld erhoben. Mit diesen Ausbildungsbedingungen wollen wir junge Menschen dazu motivieren, den anspruchsvollen Beruf des Notfallsanitäters zu ergreifen.

Ich will in den kommenden Jahren unser sehr gutes Gesundheitswesen noch ein Stück besser machen, spürbar und ganz konkret im Alltag der Menschen. Das gilt auch für den Rettungsdienst. Ich freue mich deshalb sehr, für den 1. Deutschen Rettungsdiensttag in Lübeck die Schirmherrschaft zu übernehmen, und wünsche den Teilnehmern ein gutes Zusammensein und einen angeregten Austausch mit vielen interessanten Erkenntnissen.

 

Jens Spahn

 

 

 

 

(Quelle Foto: BMG/Maximilian König)

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